„Corona macht uns fertig!“ Ja, genau. Und deshalb …

Mit Vernetzung Corona trotzenStornierungen, Auftragsrückgang – und die große Frage ist: Wie geht es weiter? Wie reagieren Unternehmen auf die Corona-Krise? Was können Sie tun, um diese Krise konstruktiv zu nutzen und das laufende Geschäft so weit als möglich aufrechtzuerhalten?

Vor einigen Tagen hatte ich noch den Eindruck, dass die sich rasant ausbreitende Angst vor dem Virus das eigentliche Virus sei. Ein Fachbeitrag dazu karikierte ganz gut, wie das Virus uns im Griff hat. Innerhalb weniger Tage hat sich die Lage allerdings derart zugespitzt, dass kaum noch jemand an den gesundheitlichen Gefahren zweifeln kann. Darum haben wir unsere Brain Snacks am 19. März abgesagt.

Seriöse Informationen zum Corona-Virus gibt es u.a. beim Robert Koch Institut oder auf der Seite www.infektionsschutz.de. Daneben kursieren leider in den sozialen  Netzwerken Fake News, die wenig hilfreich sind, diese Krise mit Besonnenheit zu meistern. Panikmache ist genauso wenig angebracht wie ein Herunterspielen der Gefahren.

Die Strategie von Medizin und Politik, die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Virus deutlich auszubremsen, halte ich für richtig. Hier ist Agilität wichtig: Also gezielte Maßnahmen ergreifen, Wirksamkeit prüfen, dann weitere Entscheidungen treffen. So geht man mit komplexen Problemstellungen um. Da gibt es keine Best Practices, weil wir mit derartigen Situationen keine Erfahrungen haben. Jeder, der mit Patentrezepten daherkommt, liegt von vornherein falsch.

Soweit zum Problem, jetzt zu Lösungen. Wenn es uns gelingt, diese Krise mit der Haltung „Ja, wir haben eine Krise – und deshalb …“ angehen, dann vermeiden wir Überreaktionen und Panik ebenso wie Gedankenlosigkeit und Ignoranz.

Was kann der/die Einzelne tun?

Was die Maßnahmen zum Infektionsschutz betrifft, finden Sie unter den oben genannten Links genügend Informationen. Darüber hinaus sehe ich in dieser Krise die Chance, jenseits des empfohlenen #SocialDistancing neue Möglichkeiten zu entdecken.

Zum Beispiel: Mit mit uns selbst: Inne zu halten und grundsätzlich darüber nachzudenken, was uns im Leben wirklich wichtig ist und was das für unser Zusammenleben und Arbeiten mit Anderen bedeutet. Was sagen Ihre Kollegen, Ihre Freunde dazu? Und jetzt, wo die Schulen und Kindergärten geschlossen sind, die Geschäftstätigkeit heruntergefahren wird, können wir das #SlowDown als Möglichkeit nutzen, uns mehr den uns am engsten verbundenen Menschen zu widmen. #FamilyFirst kann das Motto lauten. Und schickt Euren Freunden einfach mal #VirtualHugs. Schreibt Ihnen, dass Ihr sie mögt und warum Ihr sie mögt.

Was können Unternehmen und Organisationen tun?

Müssen wir uns nicht fragen, ob wir unter dem Eindruck von Coronakrise und Klimakrise so weiter machen können wie bisher? Wir haben uns bisher von einer Art Unantastbarkeitsmythos leiten lassen. Dieser setzt unsere Spezies auf den Olymp der Schöpfung. Fast gottgleich sind wir die über alle Unbill erhaben. Nur das Finanzamt kann uns kleinkriegen. Jetzt stellen wir plötzlich fest, wie fragil unsere menschliche Existenz tatsächlich ist. Wir sind hier nur zu Gast, benehmen uns aber wie Gäste, die das Buffet leerräumen, als ob ständig nachgelegt würde.

Nutzen Sie doch diese Krise einmal, um über die Werte, die Kultur und die Mission Ihres Unternehmens einmal nachzudenken. Nutzen Sie die Zeit, um zu schauen, wie Sie mit Ihren Mitarbeiten oder Kollegen umgehen:

    • Welchen nicht-monetären Mehrwert produziert Ihr Unternehmen?
    • Wie sinnhaft sind die Unternehmensziele?
    • Wie kooperativ arbeiten Teams und Abteilungen tatsächlich zusammen?
    • Wie viel Gestaltungs- und Entwicklungsmöglichkeiten bieten Sie den Mitarbeitern?
    • Wie sehr interessieren Sie sich für die Bedürfnisse Ihrer Mitarbeiter und Kollegen?
    • Wie wertschätzend und ehrlich ist Ihre Kommunikation ?
    • Wie nachhaltig ist Ihre Wirtschaftsweise?
    • Und: Was genau möchten Sie in Bezug auf all diese Aspekte Ihres Wirtschaftens ändern?

Man mag ergänzen: Wie gut sind Sie mit Ihren Mitarbeitern, Kollegen, Kunden und Lieferanten schon digital vernetzt? Daraus ergeben sich dann weitere Fragen:

    • Nutzen Sie digitale Plattformen für Chats, Telkos, Videokonferenzen (z.B. Adobe Connect oder Moodle)?
    • Wie können Sie diese Kommunikationswege ausbauen?
    • Wie nutzen Sie digitale Tools für Ihre Prozesse in der Entwicklung, in der Produktion, im Marketing und im Vertrieb?
    • Wie können Sie digitale Netzwerke und Werkzeuge für Ihre Prozesse besser nutzen?

Finanzielle Hilfen bietet die Bundesregierung übrigens über die Corona-Hilfen der KfW an. Allerdings betrifft das bisher nur verbesserte Kreditkonditionen für Investitionen und Neugründungen. Das hilft dem Handel ebenso wenig wie beratenden Berufen. Liquiditätshilfen erhalten Sie nur, wenn Sie selbst erkrankt bzw. von der Quarantäne betroffen sind. Wir dürfen gespannt sein, was da noch kommt …

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