Fred Kofman über Opfer und Player

Gerade in Krisen ist es wichtig, nützliche Bewältigungsstrategien zu beherrschen. Vermeidungsstrategien und Opferhaltung gehören nicht dazu. Fred Kofman, Wirtschaftswissenschaftler aus Berkeley und Vice President bei Google erklärt, was Opfer von Playern unterscheidet.

Krisen sind immer der Lackmustest für funktionierende Systeme. Das betrifft zurzeit nicht nur unser Gesundheitssystem und die Wirtschaft, sondern auch unsere psychischen Systeme. Die Corona-Krise stellt letztere auf den Prüfstand. Wie gehen wir als Menschen, als denkende und fühlende Wesen mit den Herausforderungen um? In meinem Resilienz-Workshop sprechen wir über das Gefühl von Kohärenz. Neben den Faktoren Sinnhaftigkeit und Verstehbarkeit ist Handhabbarkeit eine wichtige Größe. Wenn wir das Gefühl haben, Dinge selbst steuern zu können, wenn wir an uns selbst glauben, dann finden wir Wege, um Krisen zu bewältigen.

Derzeit beobachte ich, dass das sehr vielen Menschen nicht gelingt. Sie fühlen sich hilflos, ausgeliefert, gelähmt, isoliert oder sogar unterdrückt. Sie finden Erklärungen und Gründe, warum das so ist. Abner meistens sehen sie nicht sich dafür in der Verantwortung, sondern andere. Aber wer keine Verantwortung für sich übernimmt, gerät in einen Teufelskreis, fühlt sich noch mehr ausgeliefert usw.

Fred Kofman beschreibt in seinem Vortrag, wie alltäglich Opferhaltungen sind und welch seltsame Blüten sie ausbilden kann. Schauen Sie mal rein:

Als Player braucht man Ziele, Gründe dazu, diese zu verfolgen und Wege, um sie zu erreichen. Das hört sich so sehr einfach an, aber in der Praxis scheitern Menschen oft an Denk- und Verhaltensmustern, die sie immer wieder in die verschiedenen Facetten einer Opferhaltung verharren lassen.

Gerade die derzeitige Krise liegt eine gute Chance, um das aufzubrechen. In der Seminarreihe „Life Essentials“ zeige ich Ihnen unter anderem wie das geht. Es geht aber um noch mehr. Um gutes Selbstmanagement, um störungsfreie Kommunikation mit andren, um Konfliktkompetenz und um Selbstmarketing. Wer die Verwandlung vom Opfer zu Player macht, hat gute Chancen, dass das alles gelingt.

 

 

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