Buchtipp: “Jeder für sich oder gemeinsam fürs Ganze?” Von Christoph Bauer

Wettbewerb ist ein Grundprinzip der Marktwirtschaft. In tayloristischen Unternehmen setzt sich dieses Prinzip oft fort. Hierarchien bilden das stabilisierende Moment. Mit zunehmender Dynamik und Komplexität von Märkten infolge der digitalen Revolution und der Globalisierung ist diese Organisationsstruktur aber ein Auslaufmodell. Der Kooperation als Grundprinzip gehört die Zukunft, sagt mein Kollege Christoph Bauer in seinem neuen Buch.

Bücher von Kollegen zu rezensieren, ist mitunter nicht so ganz einfach. Irgendwie ist doch ein Stück Befangenheit dabei. Bei Christoph Bauer ist das etwas anderes. Ich kenne Christoph Bauer nun seit ziemlich genau sieben Jahren und schätze ihn als bedachten, konzentrierten und engagierten Kollegen. Als ich von seinem „Buchtipp: “Jeder für sich oder gemeinsam fürs Ganze?” Von Christoph Bauer“ weiterlesen

Theory U: Presencing als soziale Technik

Theory UEs ist nun schon ein paar Jahre her, dass Claus Otto Scharmer seine Theory U veröffentlicht hat. Aber in dieser Zeit, in der genaues Beobachten, empathisches Zuhören und Achtsamkeit immer mehr der Flüchtigkeit und der schnellen Bewertung weichen, finde ich es hilfreich, Scharmers Theory U hier noch einmal vorzustellen.

Claus Otto Scharmer hat am MIT ein neues Konzept von Führung entwickelt. Er stellte fest, dass viele Führungskräfte sich sehr schnell von ihren Aufgaben und Problemstellungen ein „Theory U: Presencing als soziale Technik“ weiterlesen

Ist humane Arbeit Bullshit?

ChaplinDie humanistische Psychologie prägt seit langem den Tenor fortschrittlicher Personalarbeit. Es geht dabei um Sinnstiftung, offene Kommunikation, gegenseitige Wertschätzung, kooperative Führung, intrinsische Motivation. Unter anderem. Aber ist das wirklich der richtige Dreh? „Nein, in der Wirtschaft dreht sich alles um den Kunden!“ sagt Lars Vollmer in einem Beitrag für die Zeitschrift Capital.  

Vollmer kritisiert, dass die sogenannte New Work Bewegung der Wirtschaft ihre Moralvorstellungen von humaner Arbeit aufdrücken wolle. Für sie stehe nicht mehr die Wertschöpfung für den Kunden im Fokus, sondern die Wertschätzung für den Mitarbeiter, wenn ich das mal etwas verkürzt zusammenfassen darf. Damit könne aber kein „Ist humane Arbeit Bullshit?“ weiterlesen

Achtsamkeit: Emotionsgedusel und Weichspülkommunikation?

virtueller WürfelDerzeit erleben geradezu einen Boom der Achtsamkeit. Und immer wieder erlebe ich, dass einige Menschen darunter wohl Emotionsgedusel und Weichspülkommunikation verstehen. Zeit, mit einem Missverständnis aufzuräumen.  

Nett ist die kleine Schwester von … Ja, oder so ähnlich. Jedenfalls hat Nettigkeit relativ wenig mit Achtsamkeit zu tun. Achtsamkeit ist auch nicht Freundlichkeit oder Respekt. Und Wertschätzung hat ebenfalls nur „Achtsamkeit: Emotionsgedusel und Weichspülkommunikation?“ weiterlesen

Besinnungslos

Quelle: ManKind-Project
Quelle: ManKind-Project

Zu kaum einer Jahreszeit sinkt die Selbstmanagement-Performance von Menschen derart nahe an den Nullpunkt, klaffen gute Vorsätze und Handeln so weit auseinander wie in der Vorweihnachtszeit. Das Fest der Freude und Besinnlichkeit entartet im Vorfeld des Heiligen Abends zu Stress all überall auf den Tannenspitzen. Sind wir denn wahnsinnig?

Wertschätzung und Achtsamkeit sehen anders aus, finde ich. Achtsamkeit heißt nach einem Verständnis, Entschleunigung, inne halten, Fokus auf das Wesentliche, Aktion statt Reaktion. Und „Besinnungslos“ weiterlesen

Coaching-Tipp: Wie Sie vom Problem zur Lösung gelangen

ProblemEs gibt Situationen, in denen verhalten wir uns wie eine Fliege hinter der Fensterscheibe: Wir haben ein Ziel vor Augen, aber wir schaffen es einfach nicht, unserer jetzigen Situation zu entrinnen. So sehr wir uns auch anstrengen, wir bleiben gefangen im Kreislauf von Anstrengung und Frustration Wie kommen wir da heraus? Hier kommt eine kleine Anleitung zum Selbstcoaching. „Coaching-Tipp: Wie Sie vom Problem zur Lösung gelangen“ weiterlesen

Von Warmduschern und Mitarbeiterverstehern

ChefWarmduscher, Autobahnrechtsfahrer und Frauenversteher waren vor einigen Jahren Synonyme für „Weicheier“. Nun ist auf Führungsebene der Begriff „Mitarbeiterversteher“ dazugekommen. Denn wer führt, muss nicht verstehen, sondern vor allem klare Ansage machen, oder?

Bei einem meiner letzten Flüge nach China, traf ich einen britischen Manager, der seit vielen Jahren in München arbeitete. Auf meine Frage, worin er denn den wesentlichen Unterschied zwischen britischer und deutscher „Von Warmduschern und Mitarbeiterverstehern“ weiterlesen