Buchtipp: “Jeder für sich oder gemeinsam fürs Ganze?” Von Christoph Bauer

Wettbewerb ist ein Grundprinzip der Marktwirtschaft. In tayloristischen Unternehmen setzt sich dieses Prinzip oft fort. Hierarchien bilden das stabilisierende Moment. Mit zunehmender Dynamik und Komplexität von Märkten infolge der digitalen Revolution und der Globalisierung ist diese Organisationsstruktur aber ein Auslaufmodell. Der Kooperation als Grundprinzip gehört die Zukunft, sagt mein Kollege Christoph Bauer in seinem neuen Buch.

Bücher von Kollegen zu rezensieren, ist mitunter nicht so ganz einfach. Irgendwie ist doch ein Stück Befangenheit dabei. Bei Christoph Bauer ist das etwas anderes. Ich kenne Christoph Bauer nun seit ziemlich genau sieben Jahren und schätze ihn als bedachten, konzentrierten und engagierten Kollegen. Als ich von seinem „Buchtipp: “Jeder für sich oder gemeinsam fürs Ganze?” Von Christoph Bauer“ weiterlesen

Buchtipp: Kompass neues Denken, von Natalie Knapp.


Menschen hätten es gern einfach, übersichtlich, leicht handhabbar. Stattdessen wird die Welt um uns herum immer komplizierter, unübersichtlicher und schwieriger zu steuern. Aber es gibt in dieser immer komplexeren Welt Lichtblicke. Einer davon ist das Buch der Philosophin Natalie Knapp. Für Komplexitäts-Verwirrte, für Kulturpessimisten – aber auch für alle, die diese Welt der unendlichen Perspektiven und Möglichkeiten einfach nur spannend finden.

Wenn ich Kompass lese, dann fühle ich mich als Segler sofort angesprochen. Wenn dann Denken außerdem im Titel vorkommt und es schließlich auch noch um Neues geht, dann habe ich fast den Eindruck, als könnte dieser Titel von mir stammen. Ist er aber nicht. Er „Buchtipp: Kompass neues Denken, von Natalie Knapp.“ weiterlesen

Führen ohne Führung?

Die Zeiten der Patriarchen sind vorbei. Modernes Management braucht sie nicht mehr. Ja, mehr noch, sie stehen modernem Management im Wege und erweisen sich als Hindernis für eine Anpassung an die Bedingungen einer komplexen, globalisierten Wirtschaft und Gesellschaft. Vernetzung heißt das Zauberwort und damit fallen auch die Autoritäten, so heißt es in der Netzwelt. Wirklich? „Führen ohne Führung?“ weiterlesen

Literaturtipp: Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehirn!

Huether: Bedienungsanleitung ...

Gerald Hüther: Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehirn (Sammlung Vandenhoeck)Huether: Bedienungsanleitung ...

Unser Gehirn ist ein Wunderwerk der Natur. Seine Vernetzungsmöglichkeiten sind quasi unendlich. Nutzen wir es entsprechend? Wie können wir es besser nutzen? Gerald Hüther, Neurobiologe aus Göttingen, hat zu diesem Organ eine Bedienungsanleitung geschrieben. Was für ein Unterfangen! Eine Bedienungsanleitung. Darf man das? Hüther darf das. Und es fängt gleich gut an. Sein erstes Kapitel heißt „Entfernung von Verpackungsmaterial und Schutzvorrichtungen.“ Beginnend bei der Plastizität „Literaturtipp: Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehirn!“ weiterlesen

Constantin Sander

IMG_1325aaInformationen zu mir:

Falls Sie die anderen Seiten schon studiert haben, können Sie vielleicht erahnen, dass ich ursprünglich aus den Naturwissenschaften komme. In Biologie bin ich promoviert.

Nach meiner wissenschaftlichen Tätigkeit habe ich neun Jahre im Marketing und im internationalen Vertrieb, zuletzt als Marketingleiter  gearbeitet. Seit 2007 bin ich zertifizierter Coach und arbeitete zunächst in Heidelberg, seit 2011 in Regensburg. Ich coache Menschen, Teams und Organisationen, die in Veränderungsprozessen oder Konflikten eine professionelle Begleitung suchen.

Die Natur dient mir in meiner Arbeit nicht nur als metaphernreiche Quelle. Natur ist als effektives, vernetztes System für mich auch Vorbild für meine Arbeit mit Menschen und Organisationen. Ökologie in der Natur findet Ihre Entsprechung auch in unserer psychischen und sozialen Ökologie. Geist, Emotionen und Körper sehe ich als systemisches Ensemble.

Ich bediene mich des reichhaltigen Instrumentariums des NLP, lösungsfokussierter Techniken, des Embodiments sowie der systemischen Beratung.

Sprachkenntnisse:

Deutsch, Englisch, Niederländisch. Coachings, Workshops und Seminare führe ich auf Deutsch oder Englisch durch.

Sie haben Fragen oder suchen ein orientierendes Kontaktgespräch? Schreiben Sie mir oder rufen Sie an.

Change-Perspektiven

Change! Darin steckt Veränderung, aber auch der Wechsel, der Tausch. Und Change können wir unter sehr unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Ich möchte Ihnen hier einige der möglichen Perspektiven vorstellen. Es sind zunächst meine Perspektiven. Vielleicht fallen Ihnen auch andere dazu ein. Aber schauen Sie erst einmal …

Wurzeln

WurzelnEin jeder Mensch hat Wurzeln, und wenn sie ihm Halt geben, kann er sich glücklich schätzen. Denn Wurzeln sind unerlässlich, um wachsen zu können. Ohne sie trieben wir wie Blätter im Wind. Unsere Potentiale können wir nur dann entwickeln, wenn wir etwas haben, was uns hält und was uns auch im Sturm nicht umreißt. Und unser Leben ist ja bisweilen stürmisch. Wurzeln sind wie Anker, sind wie Felsen in der Brandung. Sie sind das Fundament, auf dem wir uns entwickeln können.

Manchmal können wir aber den Bezug zu dem verlieren, was uns stützt und Halt gibt. Dann ist es hilfreich, sich auf die Suche zu begeben. Und oft entdecken wir dann völlig neue Haltepunkte oder Lebensadern, die wir längst vergessen hatten.

Wurzeln bilden ein Netzwerk, das uns mit anderen verbindet, das uns Austausch, Geben und Nehmen ermöglicht. Sie sind damit auch Grundbedingung für unser soziales Sein, für unsere Einbindung in menschliche Gemeinschaft. Ohne diese könnten wir nicht existieren. Denn das was wir sind, wurden wir durch sie.

Wurzeln hindern uns niemals am Wachstum. Ganz im Gegenteil. Irgendwo führen unsere Wurzeln uns auch zu den wichtigen Ressourcen, die uns wachsen lassen. Sonst wären wir nicht dort, wo wir jetzt sind.

Ressourcen

RessourcenNeben unseren Wurzeln benötigen wir zum Entwickeln unserer Potentiale auch die erforderlichen Ressourcen. Ohne sie ist Wachstum unmöglich. Ressourcen sind Kraftquellen. Sie sind der nötige Treibstoff, der uns motiviert. Sie bringen uns voran und leiten uns auch durch Stürme und Trockenzeiten.

Innere Werte, Haltungen, zugkräftige Ziele: diese Ressourcen braucht, wer sich entwickeln und wohlmöglich den Himmel stürmen will. Kein genetisches Programm sorgt für Wachstum, unsere Ressourcen sind es.

Aber auch Ressourcen können versiegen oder scheinbar unauffindbar sein. Suchen lohnt sich. Denn jeder Mensch trägt die Keimzelle zum Wachstum in sich. Jeder hat bereits all das, was er dazu braucht. Er muss es nur finden und aktivieren. Erfolgreichen Menschen gelingt das par excellence.

Wachsen und Ziele erreichen braucht Ressourcen. Kennen Sie Ihren inneren Schweinehund? Bekämpfen Sie ihn nicht, sondern setzen Sie ihm Ihre Ressourcen als Motivator entgegen.

Wachstum

Bäume wachsen in den Himmel, unsere Träume oft auch. Die Fähigkeit über uns selbst hinauszuwachsen, ist uns angeboren, denn unser Gehirn hat eine programmoffene Struktur. Es wird so, wie wir es benutzen – lebenslang. Zum Wachsen ist es gemacht. Das zeichnet uns Menschen aus. Es gibt keinen biologischen Determinismus, sondern wir selbst bestimmen darüber, wie wir unser Leben gestalten.

Dabei ist Wachstum ein Erfahrungsprozess. Wissen ist gut, Verstehen ist besser. Wirklich wachsen werden wir aber nur mit unseren Erfahrungen. Die Wege, die wir nicht beschreiten, werden wieder zuwachsen. Doch die Wege die wir immer wieder gehen, werden von Trampelpfaden schließlich zu breiten Straßen. Unsere Potentiale entwickeln wir nur im Tun. Je mehr Erfahrungen wir uns antun, umso besser werden wir.

Dabei werden wir auch die Erfahrung machen, dass wir Ziele eher selten auf dem direkten Weg erreichen können. Oft müssen wir auch große und kleine Zweige entwickeln, um unseren Schatz an Fähigkeiten zu erweitern. Ein dicker Stamm allein macht keinen mächtigen Baum aus. Vielfalt und Variabilität ist ein Erfolgskonzept in der Natur. Nicht das Anrennen gegen Grenzen bringt uns weiter, sondern das Auffinden und aktive Schaffen von Möglichkeiten.

Dann und wann stockt das Wachstum auch einmal. Manchmal haben wir die Orientierung verloren oder unsere Ressourcen sind nicht aktivierbar. Ja, wir nehmen sie zeitweise nicht einmal mehr wahr. Dann hilft ein Wechsel der Perspektive und das Beschreiten neuer Wege. So wird Veränderung möglich.

Change!

WegeVeränderung bedeutet immer, etwas aufzugeben. Wenn die alten Wege uns nicht weiter bringen, müssen wir neue suchen. Die sind selten leicht begehbar. Sie sind oft nicht einmal gebahnt. Dann ist es an uns, neue Trampelpfade durch das Dickicht zu treten, Steine und Äste aus dem Weg zu räumen.

Veränderung erfordert Motivation. Mut bringt uns voran, Angst bremst uns aus. Es wird immer Mahner und Zweifler geben. Lassen wir uns davon nicht beirren. Prüfen wir selbst, ob Brücken und Äste belastbar sind. Manchmal müssen wir auch springen. Vertrauen wir dabei auf unsere intelligente Intuition, auf unsere innere Stimme, die uns leitet. Vergessen wir dabei nie, dass Veränderung immer ein evolutionärer Prozess ist. Es gibt keine Gesetzmäßigkeiten, sondern Veränderung ist immer ein zirkulärer Prozess, ein Geben und Nehmen. So wie wir unsere Umwelt gestalten, werden wir uns auch selbst verändern.

HolzwegEntscheiden können wir nur, was wir eigentlich nicht entscheiden können. Denn das, was klar ist, brauchen wir nicht mehr zu entscheiden. Es ergibt sich von selbst. Die Reise in die Zukunft ist aber immer eine Reise ins Ungewisse. Wir können nie wissen, wo wir tatsächlich ankommen. Es ist eine spannende Reise, denn mit ihr werden wir wachsen, werden wir lernen. Und ja, wir werden auch stolpern und uns die Finger verbrennen. Das bringt eine Reise auf neuen Wegen so mit sich. Auch daraus können wir lernen und unseren Erfahrungsschatz bereichern.

Oft laden wir uns auf der Reise allerdings zu viel Gepäck auf. Dann benötigen wir die Weisheit zu entscheiden, was nützlicher Proviant und was unnützer Ballast ist, den es abzulegen gilt. Gemeinsam trägt sich der Proviant übrigens leichter. Denn genau wie das Bestreben, über uns selbst hinauszuwachsen, trägt jeder das innere Bedürfnis nach Verbundenheit in  sich. Wenn wir es schaffen, diese Bedürfnisse nicht als gegensätzliche Pole, sondern  als zwei Seiten einer Medaille zu sehen, wird es uns leichter fallen, Wege durch den Dschungel des Lebens zu bahnen.

Ich wünsche Ihnen dabei viel Erfolg. Wenn Sie dazu einen Begleiter benötigen, der Ihnen hilft, Ihre Ziele klarer zu definieren und die in Ihnen schlummernden Ressourcen zu wecken, dann finden Sie Wege, mich zu erreichen.

Sie haben Fragen oder suchen ein orientierendes Kontaktgespräch? Schreiben Sie mir oder rufen Sie an.

Neurobiologie: Brain 2.0 jetzt installieren?

Ist unser Gehirn im Grunde nicht ähnlich konstruiert wie ein Computer? Es wird mit Daten (Wahrnehmungen, Informationen) gefüttert, verarbeitet diese entsprechend bestimmter Programme (genetische Anlagen, Prägungen) und speichert Relevantes auf seiner Festplatte (Gedächtnis). Entsprechend muss man zur Optimierung seiner Funktion das Gehirn doch bei Bedarf nur mit den geeigneten Informationen versorgen – oder in hartnäckigen Fällen einen Coach oder Trainer engagieren, um das Gehirn umzuprogrammieren. Oder?

So in etwa könnte es in einem Management-Handbuch stehen, denn nach ungefähr diesem Muster verläuft ein großer Teil dessen, was im Management und in Weiterbildungen noch immer geschieht.

Dass unser Gehirn anders funktioniert, stelle ich in meinem Buch Change – Bewegung im Kopf dar. Hier ein Auszug: „Neurobiologie: Brain 2.0 jetzt installieren?“ weiterlesen

Komplexe Systeme: Was wir vom Urwald lernen können

Biologie im Business? Was können wir denn von der belebten Natur fürs Business lernen? Viel, denn die Natur funktioniert als selbstorganisiertes System seit Milliarden von Jahren sehr effektiv: sorgsame Ressourcenwirtschaft,  sparsamer Umgang mit Energie, einfache Regulationsmechanismen, geniale Anpassungsmechanismen. Die Evolution als Lehrmeister. Hier kommt ein Auszug aus dem Buch Change! Bewegung im Kopf. Weitere Auszüge in den nächsten Wochen . „Komplexe Systeme: Was wir vom Urwald lernen können“ weiterlesen

Change Management: Natürlich wandelbar?

Beitrag aus www.die-wirtschaft.at

Change Management ist im Zeitalter der Beschleunigung eine besondere Herausforderung für Unternehmen. Viele Klein- und Mittelständler tun sich schwer damit. Constantin Sander und andere Change-Experten füllen den Leitartikel von Martina Bachler zu diesem Thema mit ihren Denkansätzen. Mind steps bringt einen Auszug aus Heft 7/2010.

„Change Management: Natürlich wandelbar?“ weiterlesen