Führung: Motivation geht gar nicht. Oder doch?

Immer wieder wird mir in Führungskräfte-Workshops die Frage gestellt, wie Führungskräfte ihre Mitarbeiter am besten motivieren können. Meine Standardantwort darauf lautet: „Gar nicht“. Frustrierend, nicht wahr? Nun, ich ergänze das dann nach einer gewissen Pause gern mit einem „Aber, …“.

Denn Motivation ist möglich, aber nicht als einfacher, mechanischer Impuls, wie viele immer noch glauben.  Ich habe mich in meinem Blog schon mehrfach mit diesem Thema beschäftigt.  Ein sehr interessanter Erklärungsansatz, wie Motivation funktionieren kann, ist mir gerade vom Kollegen Christoph Schlachte wieder ins Gedächtnis gerufen worden: Die PSI-Theorie von Julius Kuhl. „Führung: Motivation geht gar nicht. Oder doch?“ weiterlesen

Akquise Serie, Teil 3: Psychotricks im Verkauf wirken nicht mehr. Wie Sie trotzdem überzeugen.

Wohl niemand möchte Produkte erwerben, die er oder sie nicht benötigt. Doch immer noch versuchen Trainer in Verkaufstrainings Verkäufern beizubringen, wie man Menschen genau dazu bringt. Warum eigentlich? Es ist doch viel einfacher, Menschen das zu verkaufen, was sie wollen.

Es ist nun schon das zweite Mal heute, dass eine freundlich Stimme anruft, der ich schon nach einem Satz anhöre, dass sie mir etwas andrehen will, was ich nicht brauche. Sie weiß das auch – und ich spüre es. „Akquise Serie, Teil 3: Psychotricks im Verkauf wirken nicht mehr. Wie Sie trotzdem überzeugen.“ weiterlesen

zweite Auflage: CHANGE! Bewegung im Kopf

„Von so leichter Hand geschrieben hat man die Zusammenhänge zwischen Denken, Fühlen und Handeln selten konsumieren dürfen.“
kommunikation & seminar, Heft 4/2010

“Wer Change Management schneller und besser in eine Organisation tragen will, dem sei das Buch “Change!” von Constantin Sander wärmstens empfohlen.”
Hamburger Abendblatt, 6./7. November 2010

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Talent: Was hatte Mozart, das Sie nicht haben?

Kennen Sie Mozart? Sicher, denn wer kennt ihn nicht, diesen Genius der klas­sischen Musik, dieses musikalische Wunderkind? Unser Bild Mozarts ist lei­der immer noch verbunden mit dem populären Irrtum, dass Talent ange­boren sei. Das ist es mitnichten, wie aktuelle Forschungsergebnisse un­längst zeigen konnten. Talent entwi­ckelt sich vor allem durch intensives Lernen und gezieltes Training. Zum Ex­perten werden Sie also nicht aufgrund Ihrer Gene, sondern aufgrund von ziel­gerichteter Arbeit an sich und Ihren Fähigkeiten. „Talent: Was hatte Mozart, das Sie nicht haben?“ weiterlesen

Vertrieb: Wer soll Ihnen das denn abkaufen?

Wohl niemand möchte Produkte erwerben, die er oder sie nicht benötigt. Doch immer noch versuchen Trainer in Verkaufstrainings Verkäufern beizubringen, wie man Menschen genau dazu bringt. Warum eigentlich? Es ist doch viel einfacher, Menschen das zu verkaufen, was sie wollen.

Es ist nun schon das zweite Mal heute, dass eine freundlich Stimme anruft, der ich schon nach einem Satz anhöre, dass sie mir etwas andrehen will, was ich nicht brauche. Sie weiß das auch „Vertrieb: Wer soll Ihnen das denn abkaufen?“ weiterlesen

Change-Perspektiven

Change! Darin steckt Veränderung, aber auch der Wechsel, der Tausch. Und Change können wir unter sehr unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Ich möchte Ihnen hier einige der möglichen Perspektiven vorstellen. Es sind zunächst meine Perspektiven. Vielleicht fallen Ihnen auch andere dazu ein. Aber schauen Sie erst einmal …

Wurzeln

WurzelnEin jeder Mensch hat Wurzeln, und wenn sie ihm Halt geben, kann er sich glücklich schätzen. Denn Wurzeln sind unerlässlich, um wachsen zu können. Ohne sie trieben wir wie Blätter im Wind. Unsere Potentiale können wir nur dann entwickeln, wenn wir etwas haben, was uns hält und was uns auch im Sturm nicht umreißt. Und unser Leben ist ja bisweilen stürmisch. Wurzeln sind wie Anker, sind wie Felsen in der Brandung. Sie sind das Fundament, auf dem wir uns entwickeln können.

Manchmal können wir aber den Bezug zu dem verlieren, was uns stützt und Halt gibt. Dann ist es hilfreich, sich auf die Suche zu begeben. Und oft entdecken wir dann völlig neue Haltepunkte oder Lebensadern, die wir längst vergessen hatten.

Wurzeln bilden ein Netzwerk, das uns mit anderen verbindet, das uns Austausch, Geben und Nehmen ermöglicht. Sie sind damit auch Grundbedingung für unser soziales Sein, für unsere Einbindung in menschliche Gemeinschaft. Ohne diese könnten wir nicht existieren. Denn das was wir sind, wurden wir durch sie.

Wurzeln hindern uns niemals am Wachstum. Ganz im Gegenteil. Irgendwo führen unsere Wurzeln uns auch zu den wichtigen Ressourcen, die uns wachsen lassen. Sonst wären wir nicht dort, wo wir jetzt sind.

Ressourcen

RessourcenNeben unseren Wurzeln benötigen wir zum Entwickeln unserer Potentiale auch die erforderlichen Ressourcen. Ohne sie ist Wachstum unmöglich. Ressourcen sind Kraftquellen. Sie sind der nötige Treibstoff, der uns motiviert. Sie bringen uns voran und leiten uns auch durch Stürme und Trockenzeiten.

Innere Werte, Haltungen, zugkräftige Ziele: diese Ressourcen braucht, wer sich entwickeln und wohlmöglich den Himmel stürmen will. Kein genetisches Programm sorgt für Wachstum, unsere Ressourcen sind es.

Aber auch Ressourcen können versiegen oder scheinbar unauffindbar sein. Suchen lohnt sich. Denn jeder Mensch trägt die Keimzelle zum Wachstum in sich. Jeder hat bereits all das, was er dazu braucht. Er muss es nur finden und aktivieren. Erfolgreichen Menschen gelingt das par excellence.

Wachsen und Ziele erreichen braucht Ressourcen. Kennen Sie Ihren inneren Schweinehund? Bekämpfen Sie ihn nicht, sondern setzen Sie ihm Ihre Ressourcen als Motivator entgegen.

Wachstum

Bäume wachsen in den Himmel, unsere Träume oft auch. Die Fähigkeit über uns selbst hinauszuwachsen, ist uns angeboren, denn unser Gehirn hat eine programmoffene Struktur. Es wird so, wie wir es benutzen – lebenslang. Zum Wachsen ist es gemacht. Das zeichnet uns Menschen aus. Es gibt keinen biologischen Determinismus, sondern wir selbst bestimmen darüber, wie wir unser Leben gestalten.

Dabei ist Wachstum ein Erfahrungsprozess. Wissen ist gut, Verstehen ist besser. Wirklich wachsen werden wir aber nur mit unseren Erfahrungen. Die Wege, die wir nicht beschreiten, werden wieder zuwachsen. Doch die Wege die wir immer wieder gehen, werden von Trampelpfaden schließlich zu breiten Straßen. Unsere Potentiale entwickeln wir nur im Tun. Je mehr Erfahrungen wir uns antun, umso besser werden wir.

Dabei werden wir auch die Erfahrung machen, dass wir Ziele eher selten auf dem direkten Weg erreichen können. Oft müssen wir auch große und kleine Zweige entwickeln, um unseren Schatz an Fähigkeiten zu erweitern. Ein dicker Stamm allein macht keinen mächtigen Baum aus. Vielfalt und Variabilität ist ein Erfolgskonzept in der Natur. Nicht das Anrennen gegen Grenzen bringt uns weiter, sondern das Auffinden und aktive Schaffen von Möglichkeiten.

Dann und wann stockt das Wachstum auch einmal. Manchmal haben wir die Orientierung verloren oder unsere Ressourcen sind nicht aktivierbar. Ja, wir nehmen sie zeitweise nicht einmal mehr wahr. Dann hilft ein Wechsel der Perspektive und das Beschreiten neuer Wege. So wird Veränderung möglich.

Change!

WegeVeränderung bedeutet immer, etwas aufzugeben. Wenn die alten Wege uns nicht weiter bringen, müssen wir neue suchen. Die sind selten leicht begehbar. Sie sind oft nicht einmal gebahnt. Dann ist es an uns, neue Trampelpfade durch das Dickicht zu treten, Steine und Äste aus dem Weg zu räumen.

Veränderung erfordert Motivation. Mut bringt uns voran, Angst bremst uns aus. Es wird immer Mahner und Zweifler geben. Lassen wir uns davon nicht beirren. Prüfen wir selbst, ob Brücken und Äste belastbar sind. Manchmal müssen wir auch springen. Vertrauen wir dabei auf unsere intelligente Intuition, auf unsere innere Stimme, die uns leitet. Vergessen wir dabei nie, dass Veränderung immer ein evolutionärer Prozess ist. Es gibt keine Gesetzmäßigkeiten, sondern Veränderung ist immer ein zirkulärer Prozess, ein Geben und Nehmen. So wie wir unsere Umwelt gestalten, werden wir uns auch selbst verändern.

HolzwegEntscheiden können wir nur, was wir eigentlich nicht entscheiden können. Denn das, was klar ist, brauchen wir nicht mehr zu entscheiden. Es ergibt sich von selbst. Die Reise in die Zukunft ist aber immer eine Reise ins Ungewisse. Wir können nie wissen, wo wir tatsächlich ankommen. Es ist eine spannende Reise, denn mit ihr werden wir wachsen, werden wir lernen. Und ja, wir werden auch stolpern und uns die Finger verbrennen. Das bringt eine Reise auf neuen Wegen so mit sich. Auch daraus können wir lernen und unseren Erfahrungsschatz bereichern.

Oft laden wir uns auf der Reise allerdings zu viel Gepäck auf. Dann benötigen wir die Weisheit zu entscheiden, was nützlicher Proviant und was unnützer Ballast ist, den es abzulegen gilt. Gemeinsam trägt sich der Proviant übrigens leichter. Denn genau wie das Bestreben, über uns selbst hinauszuwachsen, trägt jeder das innere Bedürfnis nach Verbundenheit in  sich. Wenn wir es schaffen, diese Bedürfnisse nicht als gegensätzliche Pole, sondern  als zwei Seiten einer Medaille zu sehen, wird es uns leichter fallen, Wege durch den Dschungel des Lebens zu bahnen.

Ich wünsche Ihnen dabei viel Erfolg. Wenn Sie dazu einen Begleiter benötigen, der Ihnen hilft, Ihre Ziele klarer zu definieren und die in Ihnen schlummernden Ressourcen zu wecken, dann finden Sie Wege, mich zu erreichen.

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