Im Rapport mit Schiff und Wellen

Schon mal seekrank gewesen? Ganz schön übel. Dabei gibt es eine recht einfach Technik, um der Nausea effektiv vorzubeugen. Ohne Medikamente, aber mit NLP – vor über zehn Jahren von mir entwickelt, aber erst jetzt in Praxix Kommunikation veröffentlicht.

Seekrankheit ist keine Krankheit, sondern Ergebnis einer Wahrnehmungsstörung. Doch Wahrnehmung und Bewegung an Bord lassen sich mit NLP erstaunlich gezielt trainieren, so dass Übelkeit während einer Bootstour gar nicht erst auftritt. Hier Auszüge aus dem Zeitschriftenbeitrag.

Wer sich auf See begibt, setzt sich einer Umgebung aus, auf die er physiologisch nicht gut vorbereitet ist. Das bewegte Wasser stellt unsere Sinne, vor allem den Gleichgewichtssinn, vor besondere Herausforderungen. Unsere Vorfahren, die noch jagten und sammelten, kannten diese Bewegungsform nicht. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die meisten Menschen auf See Adaptionsprobleme haben, sie verspüren mehr oder weniger starke Symptome der Seekrankheit.

Sie wird von der Medizin zur Reisekrankheit gezählt, Fachbegriff: Kinetose. Symptome sind Müdigkeit, kalter Schweiß, Übelkeit, Erbrechen. Was da physiologisch vor sich geht, scheint hinreichend erforscht. Völlig unklar blieb bislang, warum die einen seekrank werden. Und die anderen nicht. Was sehen, hören, fühlen und riechen „seefeste“ Menschen anders und wie unterscheidet sich ihre bewusste oder unbewusste Strategie von den Betroffenen?

Im Rahmen einer NLP-Ausbildung startete ich eine Untersuchung. Die Resonanz auf meinen Fragebogen war überwältigend. Soviel vorab: meine Hypothese, dass Seekrankheit Resultat eines inadäquaten Verhaltens an Bord ist, hat sich bestätigt. Menschen, die an Bord aktiv und in bestimmter Weise ihre Bewegungen steuern, werden nicht oder selten seekrank. Hilfreich ist dabei ein ressourcenvoller Zustand.

Übelkeit und Erbrechen sind – und zwar im Krankheitsfall – nützliche Reaktionen des Körpers. Auf See freilich sind sie unpassend und so sollte der Seekrankheit auch begegnet werden. Bei Kinetose-erfahrenen Menschen spielt die Angst vor diesem Übel oft mit. Seekrankheit kann eine traumatisierende Erfahrung sein. Als erster Schritt sei diesen Menschen eine Versöhnung mit ihrem Körper angeraten: ein ausdrückliches „Danke“ an diesen so gut funktionierenden Schutzmechanismus – und ihn dann sofort zu vergessen, denn er wird ja an Bord nicht benötigt.

 

Lösungswege: Pacing und Leading

Lösungsansätze könnten bei den Ressourcen und auf den neurologischen Ebenen angreifen. Menschen, die selten oder nie seekrank werden, haben deutlich mehr Freude an Seefahrten als die Betroffenen. Eine Steigerung dieser Ressource könnte helfen, eine beschwerdefreie Seefahrt zu erleben.

Davon einmal abgesehen: Ließe sich eine Strategie entwickeln, die mit den Ergebnissen der Studie im Einklang steht? Durchaus. Der Schlüssel liegt in der Bewegung, darauf weist der Begriff Kinetose schon hin. In der üblichen Sichtweise werden Menschen vom Schiff bewegt, sie setzen Menschen der Kinetik der Wellen aus, sind gewissermaßen das Opfer eines von ihnen nicht beeinflussbaren Mediums. Sie werden mit dem Schiff angehoben, abgesenkt und um drei Achsen gedreht.

Nun sind dies alles Bewegungen, die wir Menschen bewusst ausüben können. Interessanterweise wird dem Rudergänger auf dem Schiff und auch dem Fahrzeugführer im Auto sehr selten schlecht. Was die beiden von den Mitreisenden trennt, ist die Grenze zwischen Aktivität und Passivität. Die einen steuern die Bewegungen, denen die andern weitgehend passiv ausgesetzt sind. Wenn ich ein Schiff mit Hilfe meiner Sinne und meiner Muskelkraft führe, habe ich die Bewegungen des Fahrzeugs sowohl in der Hand als auch in meiner Vorstellung. Ich spüre die Wellenbewegung über das Schiff und habe eine Idee, wie ich lenkend darauf reagiere, damit das Schiff den gewünschten Kurs, meinen Kurs, fährt. Ich erzeuge also zum großen Teil die Bewegungen des Fahrzeugs selbst und werde nicht fremdgesteuert.

Das können wir uns an Bord zunutze machen, auch wenn wir nicht Ruder stehen. …

(Den vollständigen Beitrag finden Sie in Heft 2 von Praxis Kommunikation.)

 

 

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Über Constantin Sander

Wissenschaftler, Marketer, Coach, Berater, Autor
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